Unser Wald


Dabei denkt man an idyllische Wanderungen durch endlose Wälder, es riecht herb nach Harz und immer wieder findet man Spuren von Füchsen, Rehen oder Wildschweinen im Unterholz. Wahlweise hat man auch Bilder von Caspar David Friedrich oder anderen Malern der Romantik im Kopf: Wilde ungezähmte Natur.


Die Realität sieht heute jedoch oft anders aus: Der Sehnsuchtsort besteht aus Kiefern und Fichten in Reih und Glied. Massenproduktion Wald. Oft mit großen abgeholzten Flächen oder vom Borkenkäfer zerfressenen leeren Teilen. Ein gesunder Bestand könnte sich gegen einen kleinen kleinen Befall mit Borkenkäfern wehren, indem er verstärkt Baumharz produziert und damit verhindert, dass die Käfer durch die Rinde eindringen. Die ausgetrockneten Fichten sind dazu nicht in der Lage.


Unser heutiger Wald unterscheidet sich stark von einem ursprünglichen mitteleuropäischen Wald: Es fehlt eine natürliche Vielfalt: Wertvolle Biotope aus Totholz und den darin lebenden Bakterien, Insekten und Pilzen sind nur gering vorhanden. Dabei sind sie wichtige Bausteine für einen artenreichen Wald. Ein Wald-Ökosystem, das sich über mehrere Jahrhunderte an den Standort angepasst hat, ist viel robuster als eine angebaute Monokulturlandschaft. Im natürlichen Zustand würde die Rotbuche den heimischen Wald dominieren, hat heute aber nur einen Anteil von 14 Prozent der gesamten Waldfläche.


Der heimische Wald benötigt unseren Schutz.Für ein bisschen mehr Urwald in Deutschland!

Wenn es nach uns ginge, würden wir mindestens 10% aller Wälder sich selbst überlassen, so wie es auch Greenpeace fordert. Denn ohne unsere Eingriffe können sich die Wälder erholen.


Was kann jeder einzelnen tun?

  • Pate werden für Wälder (z.B. beim Nabu)

  • Sich in örtlichen Gruppen engagieren (z.B. Nabu, BUND, Greenpeace)

  • Sucht den Kontakt zu heimischen Förstern und Waldbesitzern und fragt nach, wie der Wald bewirtschaftet wird. Zeigt Interesse!

  • Wir schätzen und schützen, was wir kennen: Zeige Freunden und Familie wie bedroht der Wald ist.

  • Selbstverständlich: Achtet den Wald, indem ihr ihn so verlasst wie ihr ihn betreten habt

  • Und weil es bald akut wird: Lieber keinen Weihnachtsbaum oder einen im Topf, den ihr wieder einpflanzt könnt.

DE-ÖKO-044
EU-Landwirtschaft

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