Schafgarbe

Aktualisiert: Juli 29

Was haben Schafe, Venus’ Augenbrauen, der griechische Held Achill und Soldaten gemeinsam? 

Sie alle betiteln dieses feine Heilkraut und lassen seine Beliebtheit erahnen. Schafen schmeckt sie, Achill behandelte seine Wunden damit, Soldaten stillten ihre Schnittwunden und die Augenbraue der Venus geht auf ihre buschige Blattform zurück. 

Sammelzeit

Das weißblühende Kraut findet man im Hochsommer von Juli bis in den September. Die Schafgarbe mag es sonnig und feuchte Böden wie an Feldwegen oder Bahngleisen. Zum Ernten nimmt man eine Schere zur Hand, weil der Stängel sehr robust ist.


Facts

An ihrem lateinischen Namen “Achillea millefolium” erkennt man nicht nur, dass Achilles ein Fan des Krauts gewesen ist. Er beschreibt auch die unzähligen Blattspreiten (millefolium= Tausendblatt). Doch Vorsicht: Man verwechselt die Schafgarbe gern mit essbarem Wiesenschaumkraut, aber auch giftigen Kollegen wie Geflecktem Schierling und Riesenbärenklau. Der Gefleckte Schierling ist allerdings größer, hat rötliche Flecken an den Stängeln und riecht unangenehm. Also stehen lassen. Besser gar nicht berühren sollte man den Riesenbärenklau. Er verursacht Brandblasen. Sammler verwechseln ihn mit der Schafgarbe, weil er ähnliche Blütenkronen hat. Bärenklaublätter haben jedoch nicht die Form von buschigen Venusbrauen. Wie immer: Wenn man sich nicht sicher ist, lieber nur gucken, nicht anfassen oder gar essen.


Inhaltsstoffe & Wirkung

Die Schafgarbe enthält ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe. Aber auch antibakterielle und antibiotische Substanzen.

Heute wendet man die Augenbraue der Venus vor allem bei Frauenleiden an. Sie wirkt mit ihren Sterinen hormonell ausgleichend. Besonders gut in der vierten Zyklusphase bevor die Blutung einsetzt. Außerdem regt das Kraut den Appetit und die Verdauung an. Ähnlich wie Kamille löst die Schafgarbe leichte Bauch- und Magenkrämpfe und rettet uns mit ihren Bitterstoffen nach schwer verdaulichen Speisen. Diese regen nämlich die Magensaftproduktion an. Das sogenannte Soldatenkraut wächst fast überall. Das ist besonders praktisch für Wanderer oder früher eben Soldaten. Denn es fördert die Wundheilung und wir können es als erste Maßnahme unterwegs nutzen. Im ersten Weltkrieg wurde es eingesetzt, um Entzündungen von Wunden zu verhindern und bekam so einen weiteren Namen: Jodtinktur von der Wiese.


Rezept

In der Pflanzenheilkunde nutzt man es in Teemischungen, Tinkturen oder Likören. Die Blüten werden in Bündeln an einem trockenen, schattigen Ort aufgehängt. Getrocknet lassen sie sich gut zerkleinern. Lecker schmeckt das Gewürz in einer Kräutersalzmischung. Junge Blätter sind eine super Salatzutat und schmecken weniger bitter. Achtung: Manche Menschen reagieren allergisch auf das Soldatenkraut.


Schmeckt

Etwas bitter, leicht aromatisch-würzig.



DE-ÖKO-044
EU-Landwirtschaft

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