Pfefferminze

Aromatisches Zufallsprodukt.

Ein Töpfchen fürs Fensterbrett zu Hause lohnt sich nicht nur geschmacklich - hier steckt mehr drin als man denkt.



Sammelzeit

Die Echte Pfefferminze findet man fast überall auf der Welt, aber kaum noch wild. Sie sucht sich schattige Plätzchen, an denen sie einen knappen Meter in die Höhe wächst. Ihre länglichen Blätter sind leicht gezackt und dunkelgrün. Von Juni bis August öffnen sich die weiß-roten Blüten. Man kann die Blätter dann zwar noch essen, doch sie enthalten weniger Wirkstoffe. Um die Blätter zu trocknen, ernten wir sie vor der Blüte im Frühsommer. 


Facts

England, 17. Jahrhundert. In einem kleinen Klostergarten entwickelt sich durch Zufall eine neue Sorte aus drei nebeneinander stehenden Minzsorten: die Pfefferminze. Sie enthält weniger an Carvon, einem ätherisches Öl als die unzähligen anderen Minzsorten. Dafür hat sie ein schärferes Aroma nach Menthol. In arabischen Ländern wird Pfefferminztee an heißen Tagen getrunken. Schlau, die ätherischen Öle sorgen für ein angenehm kühles Gefühl.


Inhaltsstoffe & Wirkung

Neben den ätherischen Ölen findet man viele wertvolle Gerb- und Bitterstoffe in der Pflanze sowie Flavonoide und Enzyme. Als Heilpflanze wird die Pfefferminze bei Erkältungsbeschwerden verwendet. Sie befreit die Atemwege als Tee oder Inhalation. Der Verdauung hilft die Pfefferminze bei so ziemlich allen Beschwerden auf die Sprünge. Sie löst Krämpfe und lindert Schmerzen in Bauch und Magen. Viele Menschen schwören auf den Mentholduft, um ihre Kopfschmerzen zu kurieren. Als kleiner Lifehack für Sommerabende: Minzblätter auf juckenden Mückenstichen zerreiben!


Kulinarisch

Frischen Minztee kennt jeder. Doch auch in Kombination mit süßen Desserts wie Brownies (gesalzen!) oder Marmelade funktioniert er super. Beim Würzen allerdings vorsichtig dosieren, weil das starke Aroma andere Geschmäcker schnell überdeckt. 


Schmeckt

Sehr aromatisch, frisch, scharf, leicht nach Pfeffer.


DE-ÖKO-044
EU-Landwirtschaft