Heimische Wildkräuter im März

Endlich geht es wieder raus zum Sammeln. Frühling. Wir finden die ersten zarten Blätter unserer heimischen Wildkräuter, die im März blühen. Hier eine Sammelliste der Frühlingsboten (Lesezeit 2 Min.).




Wir freuen uns über wie jedes Jahr über den Lenz, erste Tage ohne Winterjacke, wärmende Sonnenstrahlen im Gesicht und leuchtendes Grün. Auf unseren Streifzügen durch die Natur begegnen uns schon erste Wildkräuter, die wir mit nach Hause nehmen können. Ganz langsam kämpfen sie sich unter der Schneedecke hervor. An sonnigen Stellen sind sie schon fertig zur Ernte.


Diese Pflanzen finden wir neu im März:


  • Scharbockskraut: enthält sehr viel Vitamin C und ist entsprechend sauer. Ideal bei Frühjahrsmüdigkeit. Wurzeln und Blätter sollten nur in kleinen Mengen gegessen werden.

  • Gänseblümchen: ist reich an Kalium, Calcium, Eisen, Vitamin A und C. Seine Blätter lassen sich wie Feldsalat verwenden. Die Blüten lassen sich roh essen oder einlegen.

  • Echtes Lungenkraut: enthält viele Mineralstoffe und Vitamin C. Hier ebenfalls nur wenig auf einmal essen. Es schmeckt nach Gurke und passt gut zu Dill. Die haarigen Blätter und lilafarbenen Blätter lassen sich roh essen oder in Tees, Suppen und Gratins verkochen.

  • Wohlriechendes Veilchen: riecht und schmeckt süßlich und aromatisch. Die Blätter (ohne Stängel) nutzen wir für Kräutersoßen, die Blüten für Sirup oder Essig.

  • Huflattich: seine Blütenstängel schmecken nach grünem Spargel. Auch Blätter und Wurzeln dürfen wir essen. Junge Blätter und Blüten essen wir roh, Wurzeln und ältere Blätter verkochen wir. Ein Tee hilft bei Husten.

  • Hirtentäschel: solange es noch nicht blüht, können wir seine Wurzeln ernten und als Gewürz nutzen (roh oder getrocknet). Die jungen Blätter nutzen wir als Ersatz für Rucola. Auch die würzigen Blüten können wir essen.

  • Vogelmiere: mag es schattig und feucht. Wir verwenden die Triebspitzen roh in Salat, Brotaufstrich oder Dips. Eine tolle Vitamin C-Lieferantin.

  • Knospen: viele Bäume und Sträucher treiben und sprießen. Laut Phytotherapie enthalten diese Pflanzentriebe besonders viele Nährstoffe. Essbar sind Eiche, Apfel, Schwarz-Pappel, Walnuss, Linde, Birke, Ross-Kastanie, Rose. Unbedingt nur wenig von einem Baum ernten.

  • Bärlauch: Er ist ein Darmputzer, Immunsystemstärker und schmeckt auch noch lecker. Ihm haben wir einen ganz eigenen Artikel gewidmet.


Wie jedes Jahr sind wir unglaublich dankbar für die ersten Sonnenstrahlen. Das erste Mal Kräuter sammeln. Die extra Portion Nährstoffe. Endlich regen sich unsere Lebensgeister. Vorfreude.


Bild: Clara-Marie Felder


DE-ÖKO-044
EU-Landwirtschaft