Beerige Teezeit.

Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren sind kleine köstliche Geschenke der Natur. Doch wir können nicht nur die Beeren vom Strauch naschen. Denn auch die Blätter und Knospen spielen eine große Rolle in der Heilkunde. Wir erklären welche das sind und wie ihr einen wilden Tee mischen könnt.



Beerenblätter.


Die Inhaltsstoffe wirken vor allem entzündungshemmend, antiseptisch und zusammenziehend. Die haben wirklich einen im Tee: Nämlich Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamin C und ätherischen Öle.


Knospen.


In ihnen steckt sehr viel Vitalität und Kraft. Das junge Gewebe ist noch teilungsfähig und reich an Hormonen, Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren, Enzymen, Mineralien, Längenwachstumsstoffen und Vermehrungsfaktoren. Außerdem enthält es die Information und Wirkung der ausgewachsenen Pflanze. Das soll sich auf unsere Organe, Zellen und den Stoffwechsel auswirken. 


Brombeere.


Die Blätter der dunklen Schwester der Himbeere sammeln wir bis in den September. Als bewährtes Hausmittel wird ein Tee gegen leichten Durchfall gekocht. Die Wirkstoffe sollen schädliche Darmbakterien abtöten. Außerdem wird Brombeertee bei Entzündungen, Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Krämpfen eingesetzt. 


Die Knospen der Brombeere werden in der Gemmotherapie gegen Osteoporose verwendet. Sie sollen die Osteoblastentätigket anregen. Das bedeutet, die Zellen, die den neuen Knochen aufbauen, werden aktiviert. 


Himbeere.


Ihre Blätter werden in der Heilkunde bei Entzündungen der Gelenke aufgekocht. Weil sie viele Gerbstoffe enthalten, die zusammenziehen wirken, sollen sie ebenso bei Durchfall helfen. Kurz vor der Geburt können Schwangere den Tee trinken, um die Gebärmutter zu stärken und Verkrampfungen im Becke zu lösen. Am besten trinken sie ihn sechs bis acht Wochen vor der Geburt. Davor ist davon abzuraten, da durch die entspannende Wirkung bereits Wehen einsetzen können. 


Die Knospen der Himbeere werden unter anderem verwendet, um Progesterone und Östrogene bei Frauen zu stimulieren. Ihre vielen Inhaltsstoffe wie Gerbstoffen, Vitamine C, B1, B2 und D, Flavonoide, Beta-Carotin und Enzyme regulieren die Hypothalamus-Hypophysen-Gonades-Achse der Frau. Das entkrampft außerdem den Uterus.


Erdbeere.


Wir sprechen hier von der wilden Walderdbeere. Ihre Blätter enthalten ebenso Gerbstoffe und werden bei Durchfall, aber auch Entzündungen im Hals verabreicht. Wir sammeln sie im Mai und Juni bevor die Pflanze blüht.


Dreierlei.


Zu dritt sind sie ein wirklich wirksames und leckeres Team. In einem Tee sind sie eine Wohltat für Magen und Darm. Oder bei Schleimhautentzündungen im Mund-Rachen-Raum. Wegen seines feinen Aromas wurde er in Kriegszeiten als Ersatz für Schwarztee gekocht.



Rezept.


Vier Hände voll junger Blätter (etwa 1:1:1)

2 EL Bio-Zitronenschale

Die Blätter an einem dunklen Ort trocknen lassen (bei Licht werden die Gerbstoffe zu dominant). Zerkleinern und 1-2 TL der Mischung pro Tasse mit heißem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen.


Für Ungeduldige ist es auch möglich die Blätter frisch zu kochen. Sehr Geduldige können die Teemischung fermentieren. Das sorgt für ein intensiveres Aroma. Dafür die Blätter zwei Tage antrocknen. Die Blätter in Streifen reißen, mit Wasser besprühen und mit einem Nudelholz plätten. Mit der Zitronenschale in ein Geschirrtuch legen und fest einrollen. In eine luftdichte Box geben und in die Sonne stellen. Nach zwei bis drei Tagen öffnen, auseinander zupfen und noch einmal trocknen lassen.


Wenn wir uns entscheiden müssten, welche Beere wir am liebsten mögen, könnten wir das nicht sagen. Müssen wir auch gar nicht! Denn in diesem wilden Tee sind alle drei vertreten und harmonieren wundervoll miteinander. Gegen Magen- und Darmbeschwerden und Erkältungssymptome!



DE-ÖKO-044
EU-Landwirtschaft

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