Apfelessig

Das bekannte Hausmittel. In fast allen Kulturen der Erde findet sich das saure Fermentat als Medizin und Nahrungsmittel wieder. Verwendet wird es für unsere Oxymels in unpasteurisierter, naturtrüber Form aus dem Wendland. Die Äpfel in Demeter-Qualität kommen zu einem großen Anteil von Streuobstwiesen, wichtigen Biotopen mit großer Artenvielfalt (Lesezeit 2 Minuten).



Altes Hausmittel.


Sobald der Zucker und die Stärke im Apfelmost fermentieren, entsteht Apfelessig. Dieser ist vor allem ein Meister der Balance: Das Ferment normalisiert den Säuren-Basen-Haushalt des Körpers und pendelt die Darmflora ein. Wie das? Apfelessig unterstützt die guten Bakterien im Darm und lässt den schlechten keine Überlebenschance. Der Trunk regt auch die Bildung von Magensäure an, wenn wir uns nach einem reichhaltigen Essen schwer fühlen. So wird der Darm unterstützt und unser Körper kann wertvolle Mineralstoffe aus den Lebensmitteln viel besser aufnehmen. Als Hausmittel sollte er nur in bester Qualität verwendet werden: naturtrüb, nicht pasteurisiert und in Bioqualität. Nur so sind noch alle Inhaltsstoffe erhalten.



Alkoholfreie Extraktion.


In Oxymel ist der Apfelessig unerlässlich. Dank ihm können wir auf Alkohol verzichten und die enthaltenen Wildkräuter nur mit Hilfe des Apfelessigs extrahieren und so die wertvollen Pflanzenstoffe lösen. Dadurch sind unsere Elixiere nicht nur bekömmlicher als alkoholische Auszüge, sondern schmecken auch erfrischend lecker.


Apfelessig selbst herstellen?


Funktioniert. Ist denkbar einfach und es können noch Apfelreste (vom Apfelkuchen backen oder Apfelmus kochen) verwendet werden. Dazu brauchen wir:


  • ausgekochte, sterile Weckgläser

  • Apfelreste (Schalen, Kerngehäuse, Apfelstücke) ohne faule Stellen Alternativ: frische Äpfel in kleinen Stücken

  • 2 EL Zucker pro Kilo Apfelreste

  • Wasser


  1. Apfelreste in die Gläser füllen, sodass sie zu 80 Prozent voll sind. Zucker gleichmäßig auf die Gläser verteilen (sorgt für eine schnellere Gärung). Gläser mit Wasser auffüllen, sodass die Äpfel bedeckt sind. Mit Tüchern abdecken (nicht mit Deckel verschließen).

  2. Regelmäßig mit einem sauberen Löffel umrühren (vermeidet Schimmel). Vier bis sechs Wochen warten bis der typische Essiggeruch entsteht. Nicht erschrecken: auf der Oberfläche bildet sich ein weißer Film, der durchsichtig und gelartig wird. Das ist die Essigmutter.

  3. Essig in sterile Flaschen umfüllen. Dabei Äpfelreste aussieben. Essigmutter auffangen. Die kann beim nächsten Mal zum Einsatz kommen und verschnellert den Prozess. Bleibt die Essigmutter im Essig entsteht naturtrüber Essig.


Bei diesem Rezept kann nichts schief gehen. Besonders wirkungsvoll ist der Apfelessig, wenn man ihn morgens auf nüchternen Magen trinkt. Mit (lauwarmem) Wasser verdünnt oder als Oxymel wird daraus ein schönes Morgenritual, das unser Bauch lieb gewinnt.



DE-ÖKO-044
EU-Landwirtschaft